Bilder und Bericht Isny

02.06.2016 21:33:32
Einladung   Fotos



MSC Pfingst-Treffen in der deutschen Allgäustadt Isny vom 13.5.-16.5.16 mit dem Prädikat Heilklimatischer Kurort mit Rehakliniken.

Bereits zum 2. Mal in diesem Jahr trafen wir uns im Ausland. Wieder erreichten wir die beachtliche Anzahl von 30 Teilnehmern, welche den weiten Weg unter die Räder nahmen und sich im «grossen Kanton» auf dem Camping Waldbad in Isny. im Allgäu trafen. Mitten durch den Camping geht die Bundeslandgrenze. Der obere Teil, wo unser Präsi Sepp die Bombenidee umsetzte und ein Festzelt aufgestellt hatte, ist im Württembergischen Allgäu. Bereits am Samstag wurde das Festzelt eingeweiht. Toni und Erika brachten von ihrer letzten Reise von Marokko her, den super feinen Serrano-Schinken aus Spanien mit. Dazu 1-2-3… Gläser Wein! Danke vielmals! Der untere Teil des Campings gehört zu Bayern.

Es war ein sehr abwechslungsreiches Wochenende - vor allem das Wetter. Ohne Schirm durfte keiner unterwegs sein, sonst kam er sicher als nasse Maus ins Womi zurück!

Nichts desto trotz waren wir alle unterwegs. Am Sonntag um 10 Uhr versammelten sich die meisten und marschierten hinter unserem Vize Urs her, zur vom Club spendierten Stadtführung ins Städtli mit einem Abstecher auf einen Aussichtspunkt, wo es sogar einen Skilift hat! Man staune im Jahr 1924 fand hier die 1. Deutsche nordische Skimeisterschaft statt.

Vor dem Kurhaus startete unser Rundgang. Schon bevor wir auf der Stadtmauer liefen, erfuhren wir viel Interessantes. z.B. dass der Rheingletscher aus der Schweiz die Steine zum Bau der Stadtmauer brachte. Vom ehemaligen Gefängnis im Wassertor: es gab 15 verschiedene Räume. Da wurde man wegen jeder Kleinigkeit eingesperrt. Wenn ein Ehepaar sich verstritten hatte, wurden sie zusammen eingebuchtet - die Familie oder Verwandte brachten eine Suppe, die wurde von oben heruntergelassen und die beiden mussten sie aus dem gleichen Napf auslöffeln!

Im Rathaus, im heutigen Trauzimmer haben zwei Schreiner aus der Schweiz an den wunderbaren Holzarbeiten mitgearbeitet, welche auf der Walz waren was früher üblich war.

Früher galt Fettleibigkeit auch bei uns als Wohlstand - schlank war nur das Arbeitervolk. Da gab es einmal eine Susanne Albrecht, welche so dick war, dass sie neben der Säule nicht mehr durch kam, um sich in ihre zugewiesene Kirchenbank zu setzen. Ihr einflussreicher, wohlhabender Mann hatte erzwungen, die halbe stützende Säule abbrechen zu lassen. Daraufhin stürzte die halbe Kirche ein und er musste sie wieder aufbauen lassen.

In der südlichen Altstadt von Isny sind Archäologische Grabungen im Gang, wo man Funde bis ins Jahr 1320 zurückverfolgen konnte. Durch Herstellung und Handel von Leinwand, gelangten die Isnyer zu Wohlstand und die Bürger konnten sich im Jahr 1365 freikaufen. Man konnte letztes Jahr also 650 Jahre freie Reichsstadt feiern. 1507 erhielten sie das Münzrecht als erste oberschwäbische Stadt und durften Heller, Pfennige, Batzen, Kreuzer, Drittel-Guldiner und Taler prägen.

Viel schlimmer als der 30jährige Krieg und die Pest traf eine andere Katastrophe die Stadt. Ein Brand 1631. Nachdem der Magd eines Bäckers das Feuer im Ofen ausser Kontrolle geraten war, brannten 315 von 379 Bürgerhäusern, das Rathaus, Tore und Wehranlagen, die Pfarrkirche und das Kloster ab. Die Zahl der Einwohner war noch viele Jahre später deutlich geringer als vor dem Brand.

Spätestens um 16.00 Uhr wendeten wir uns wieder der Gemütlichkeit zu. Wir begannen mit der Verlosung der Becher, an welcher unsere kleine Glücksfee Nora amtete (sorry es fehlt das Föteli, sie war so herzig).

Die Gewinner Marcel und René natürlich auch! Der Apéro wurde grosszügig gespendet von Maria und Geri, welcher kürzlich seinen 60. feierte. Vielen Dank.

Natürlich hätte man schöne Velotouren unternehmen können oder ein sehr schöner Wanderweg führt durchs Eistobel, die Wasserfälle hätten garantiert ganz viel Wasser geführt und wäre sehr sehenswert gewesen. Isny war eine Superidee danke Urs.

Lilly Knupp