Bilder und Bericht Glaubenberg

10.07.2018 19:34:00
Einladung   Fotos


Zwischen den Kantonen Obwalden und Luzern ist auf 1543m Höhe der Glaubenberg. Dort war unser Womitreffen 30.6./1.7.2018.

Der Ursprung des Übergangs über den Glaubenberg geht auf das frühe Mittelalter zurück, auf die Zeit als die Gegend von den Alemannen besiedelt wurde. Die sonnigen Terrassen wurden im Laufe der Jahrhunderte sukzessive erschlossen. Es entstanden verschiedene Pfade, die später zu Saum- und Karrwegen erweitert wurden. Verschiedene Quellen sprechen von Kaltbad, das 1642 erstmals namentlich erwähnt wird, mit seiner sehr kalten und heilsamen Mineralquelle gegen Gicht und Hautkrankheiten. Das Bad lag in einer düsteren, um nicht zu sagen unheimlichen Landschaft. Sie soll bis Mitte des 19. Jahrhundert der Schlupfwinkel aller Heimatlosen, Geächteten und mit der Justiz zerfallenen gewesen sein. Nichts desto trotz wurde das Bad genutzt, die «bessere» Kundschaft liess sich sogar im Tragsessel hinauftragen.

Die Strasse wurde zwischen 1906-1920 meistens mit Sträflingen verbessert und verbreitert. Später vom Militär seit 2010 durchgehend asphaltiert. Darum konnten wir ein weiteres Womitreffen durchführen. 33 Wohnmobile – 65 Personen. So viele Womifreunde habe ich noch nie angetroffen! Es gab sogar solche, die kaum noch aussteigen konnten, so nah wurde geparkt und auf die Pelle gerückt! Dann brauchts nicht mehr viel und sogar die Musik des anderen beginnt zu stören!

Aber das Gebiet Glaubenberg ist die grösste Moorlandschaft der Schweiz! Darum mussten die körperlich fitteren des MSC nicht lange überredet werden und schlossen sich Sepp und Pia von Rotz an, um an einer ganz tollen Wanderung bis auf den Rickhubel auf 1904m teilzunehmen. Unsere Wege säumten wunderbare Blumen. Alpenrosen, vom Knabenkraut zum Enzian. Wie sie wohl alle hiessen? Es gab welche, die ich noch nie angetroffen hatte! Dann gabs so bekannte liebliche Töne, die immer näher- kamen. Wir wurden auf dem Rickhubel von Eva, Paul, Trudi und Beni mit Jodellieder in Empfang genommen. Die vier sind mit ihren Velos losgefahren, zur selben Zeit wie wir zu Fuss und so haben wir uns wieder getroffen. Welche Überraschung!

Am Nachmittag ist Geburtstagsparty angesagt 3x70 Jährige luden ein zu zweimal Spanferkel, Kartoffelsalat, das «Flüssige» dazu und Kuchenbuffet. Beni Walther hat alles bestens organisiert, Geri Rösler und Rene Moser waren die Mitbeteiligten. Vielen Dank es war prima.

Ein Geheimtipp ist auf alle Fälle das frühere Bad Kaltbad. Heute umgebaut als Bergrestaurant im wildromantischen Schlierental. Da gibt’s feines Essen nicht nur auf der Karte!

Leider war unser Aufenthalt auf dem Glaubenberg wirklich viel zu kurz. Auf ein anderes Mal.

Vielen Dank den Organisatoren.

Lilly Knupp