Bilder und Bericht Saas-Grund

13.08.2013 17:49:00
Einladung   Fotos



D Grüetzinis vom MSC-Schweiz, so werden die Deutschschweizer vom Gotthard Nord genannt, reisen ins Walliser-Saastal!

Wir treffen uns auf dem Schönblick Naturcamping in Saas Grund. Hier gab es eine Riesenmenge zum Erleben . 350km Wanderwege inmitten der höchsten Berge der Schweizer Alpen umgeben von stolzen 18 Viertausendern! Mit dem Bürgerpass eine super Erfindung, kann man ausser der Metro Alpin alle Bergbahnen und Postauto im Saastal gratis benützen. Das wurde auch wirklich sehr geschätzt und genutzt, wir waren sehr oft unterwegs. z.B. in 1Std. erreichten wir über einen alten Saumpfad, welcher an 15 kleinen Kapellen vorbei führte, das autofreie Gletscherdorf Saas Fee. Einige besteigen die Seilbahn in Richtung Mittel-Allalin-Felskinn, per Metro Alpin ins höchstgelegene Drehrestaurant der Welt( auf 3500m), am Fusse des Feengletschers, wo wir etliche Bergsteiger und sogar varianten Skifahrer bei ihren Aktivitäten beobachten konnten. Eisgrottenbesuch.

In Saas Grund wurde uns am 1. August ein Umzug geboten „wie die alten Saaser lebten“. Von dort führten uns moderne Garaventa-Gondeln zum Kreuzboden wo oberhalb der Mittelstation der Alpenblumenweg beginnt, wo auf Schautafeln viele Alpenblumen dargestellt +erklärt werden. Da könnte man per Monster-Trotti hinunter fahren. Oder man fährt mit anderer Gondelbahn weiter auf Hohsaas wo ein ganz toller Steinpfad angelegt wurde, wo mit 18 Schautafeln die Viertausender beschrieben sind, welche ringsum bewundert werden können. Der Gletscher ist auch ganz nah und die Gletscherspalten sind gut sichtbar! In Saas Almagell 1600m (ist uns natürlich sehr bekannt wegen unseren alpinen Skihelden) führt eine Sesselbahn nach Furggstalden, dort könnte man über 2 Hängebrücken nach Saas Grund gelangen oder weiter hoch mit nächster Sesselbahn nach Heidbodmen auf 2400m schweben. Oder in Saas Grund könnte man entlang eines Suonenweges (ehemaliger Bewässerungsgraben) spazieren. Mit dem Postauto hatten wir die Möglichkeit an die Mattmarkstaumauer zu gelangen. Dort unterhalb des Restaurants wurde ein sehr interessanter Film gezeigt über die Entstehung des Stausees und der Staumauer. Die Baustelle war von 1958-1965. Ueber eine der grössten Katastrophen in der schweizer Baugeschichte. In der Endphase des Baues löste sich die Zunge des Gletschers und eine riesige Eislawine von 2 Millionen Kubikmeter Eis + Geröll donnerte auf das Barackendorf, welches aus unerklärlichen Gründen direkt im Abbruchgebiet des Allalin-Gletschers erbaut wurde! 88 Arbeiter fanden den Tod nur 5 überlebten. Rundwanderung um den Mattmarksee (3,2km lang/176ha)in ca 2 Stunden - sogar über den Monte Moro-Pass nach 20 km könnte man über den alten Schmugglerpfad nach Italien gelangen. Dann gabs noch ganz junggebliebene, sportliche MSC-ler die marschierten bis nach Grächen! Am 3.8. feierten wir bei einem spendierten Apéro 30 Jahre Bergers Hömmli! Alle Türen, Fenster und Klappen waren offen! Ein Selbstbau zum Angucken! Aber leider verstanden sich der Berner und der Walliser Wetterfrosch nicht wirklich, es goss in Strömen! Natürlich fehlte die gemütliche Kaffeerunde am langen Tisch nicht. 23 Womis/1 Zelt standen auf dem Platz.

Vielen Dank Rosmarie und Réne für die Organisation und den Apéro!