Bilder und Bericht Gähwil

06.06.2021 23:02:00
Einladung   Fotos


Da unser geplantes Treffen in Bregenz nicht durchführbar war, weil coronabedingt Österreich noch keine Schweizer einlassen wollte, durften wir spontan nach Gähwil ausweichen. Baumberger Ruth und Erwin organisierten unser Pfingsttreffen vom 22.5.-24.5.2021 auf dem erst im zweiten Jahr bestehenden Stellplatz. Josef Keller und Werner Messmer haben sich stark eingesetzt in der Gemeinde, dass es diesen Stellplatz für uns «Womilisten» gibt! 31 Fahrzeuge und ein Gast mit einem ganz neuen Wohnmobil haben sich angemeldet. Hier standen wir in Gähwil in der Schweizer Gemeinde Kirchberg SG, im Toggenburg, am Fusse der Hulftegg beim Skilift.

Leider waren die Wetterprognosen für Pfingsten nicht so rosig, aber ich z.Bsp. wurde nie nass, obwohl wir immer wieder unterwegs waren. Werner gab uns einen sehr schönen Tipp für eine Rundwanderung. Natürlich marschierte ein Frauengrüppli gleich spontan los. Einige Männer kurvten in der Zeit mit den Velos auf die Iddaburg, wo sie sogar auf der Restaurantterrasse ein Mittagessen und dazu etwas Flüssiges erhielten. Im Innenbereich des Restaurants gab es nichts. Zum Glück wird diese doofe Überlegung vom Bundesrat bis zum nächsten Treffen abgeschafft!

Natürlich besuchten wir die Käserei Bühler am Eggsteig. Wir kennen alle den feinen Käse, den es dort gibt vom letzten Mal und kauften grosszügig ein.

Baumi’s haben für uns einen sehr feinen Apéro organisiert, der vom Club gesponsert wurde. Verschiedene lange, gefüllte Brote in allerlei Varianten, mmh so fein waren sie. Die Becherverlosung durfte nicht fehlen. Marcel Kramer und Bruno Waser waren die glücklichen Gewinner.Wir sassen dann noch länger draussen, natürlich mit genügend Abstand wie es halt Vorschrift war.

Am anderen Tag marschierte Werner mit einer grossen Gruppe hinter der Holzverarbeitungsfirma Innoholz AG entlang den Wald hinauf. Er erklärte uns viel interessantes vom Borkenkäfer bis zur Mäuseplage, welche diesen Winter sehr schlimm war. Unter der recht dicken Schneedecke frassen sie alles ab. Die Mäuse vermehrten sich wie noch selten. Weil es so zu Inzucht kam, frassen sie sich gegenseitig an oder grad ganz auf.

Unterwegs liefen wir am «Eselparadies» im Schöchli vorbei. Seit sieben Jahren gibt’s den Gnadenhof für Esel. Viele verschiedenfarbige Esel begrüssten uns und wollten geknuddelt werden. Leider begann es gleich zu regnen, deshalb mussten wir schnell bei der nächsten Scheune unterstehen. Wir hatten aber Glück, es war nur ein schneller Sprutz dann gings weiter bis zur Käserei Kurmann im Weiler Tannen. Die Käserei gibt es seit 1862. Familie Kurmann verarbeitet 10 000l Milch im Tag. Wir hatten Gelegenheit verschiedenen Käse zu degustieren. Der Junior hat uns auch den von ihm erfundenen feinen Bratkäse gebracht. Der war dann leider schon bald ausverkauft. Aber es wurden auch sonst noch sehr feine Sorten verkauft und es wurde rege genutzt.

In der Zwischenzeit kam auch der Rest des MSC mit den Velos angefahren. Josef hatte mit ihnen eine grössere Runde ums Dorf gedreht. In kleineren Gruppen zeigte uns einer der Käser die Käserei. Da nicht gearbeitet wurde, ging das und wir waren erstaunt, dass wir alles besichtigen durften (mit Maske), obwohl das mit der Reinlichkeit oberstes Gebot ist und sehr zum Gelingen des Käses beiträgt.

Auf dem Heimweg über den anderen Wald erfuhren wir von Werner einige wissenswerte Informationen vom Lotharsturm und anderen Schwierigkeiten beim Aufforsten oder eben beim wild wachsen lassen. Vom Dorf erzählte er uns auch einiges. Gähwil ist ihm so ans Herz gewachsen, er ist in 60 Jahren nie umgezogen!

Als wir auf unserem Camp ankamen, sahen wir schon unseren Präsi Bruno mit der grossen Risottopfanne. Er und seine Esthi luden uns zum Risottoessen ein. Viele halfen ihm beim Kochen. Zwiebeln schneiden – heisses Wasser kochen – 4kg Reis – 3 Flaschen Weisswein – rühren – rühren – rühren! Der Beweis wurde erbracht – viele Köche verderben nicht den Brei – es war wunderbar und wir konnten bei schönem Wetter alle draussen essen. Es war für alle mehr als genug vorhanden.

Am Montag benützten wir dann die direkte Busverbindung nach Wil. Neff’s zeigten uns die schöne Altstadt mit dem Weiher in der Nähe. Sogar ein Restaurantbesuch im Aussenbereich war möglich.

Gähwil wir kommen wieder. Es gibt noch viel zu entdecken. Vielen Dank allen, es war wieder ganz toll mit Euch.

Lilly Knupp