Bilder und Bericht Altst├Ątten

26.06.2022 22:00:00
Einladung   Fotos


Kaum waren wir am Donnerstag vor Pfingsten auf dem wunderbaren Stellplatz eingefahren - Geri konnte nicht mehr 5x hin- und herfahren. Das Kuchenbuffet stand schon bereit mit einer Kaffeemaschine. Viele sassen bereits am langen Tisch und Roger hatte die Spendierhose an. Wir feierten seinen Geburtstag.

Unser Pfingsttreffen war diesmal vom 4.6. - 6.6.22 in Altstätten SG, eine Kleinstadt im Rheintal. Als historischer Marktort bildet Altstätten seit dem Mittelalter ein Zentrum der Region auf 455m. Am Fusse der Hügel des Appenzellerlandes und bei guter Sicht konnte man zwischendurch sogar den Säntis erkennen.

Man hätte eine Betriebsführung in der Kerzenfabrik Hongler im Bleichehof machen können. Aber nein, es kam noch besser. Am Freitag wurden wir mit einem konfortablen Car abgeholt und über Gais nach Appenzell chauffiert. Dort besichtigten wir die bekannte Kräuter Welt, den Appenzeller Alpenbitter. Bereits 1902 gegründet, ein Naturprodukt damals sogar von Ärzten empfohlenes Heilmittel aus 42 Kräutern (natürlich die Zusammenstellung ist ein streng gehütetes Geheimnis).

«Sönd wöllkomm», sagte eine der Damen, die uns durch den sehr interessanten Betrieb geführt hat. Es gab sehr viel zu bestaunen. Sie stellen einige neue Produkte her, sogar Spritzen gegen die Männergrippe. Die ist sicher sehr hilfreich; wir Frauen können uns ja gar nicht vorstellen, wie schlimm die ist!!

Nachher haben wir das sehr schöne Städtli Appenzell angeschaut mit den prunken Häusern nachdem wir ausreichend degustiert und Schnäppsli eingekauft hatten. Dazu brauchts doch die feinen Appenzeller Pantli!! Nach der Gartenwirtschaft gings ab in den Car, da gerade ein richtiger Wolkenbruch losging. Alle die später kamen, wurden pflätschnass. Gemütlich mit unserem Jodelchor im Ohr gings talabwärts.

Anderntags fuhren die einen mit Velo, die andern spazierten oder besichtigen den Markt im Städtli. So verschieden wie es halt in unserem Club ist, es gibt immer für alle eine Variante. Also wir fuhren zum Restaurant Freischütz. Dort erzählte uns ein erfahrener Schütze über das Schützenleben. Die mutigsten Männer und Frauen aus unserem Club nahmen mit selbst gegossener Bleikugel an einer Meisterschaft im Schwarzpulverschiessen teil. Anschliessend gab es dann eine Preisverteilung.

Gemeinsames Mittagessen mit verschiedenen Menus. Wir wurden fürstlich bedient. Es gab sogar Schmartewage - richtig erkannt Schwartenmagen.

Anschliessend fuhren wir weiter ins Bannriet Naturschutzgebiet. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Bannriet-Schollenmühle, die ehemalige Torffabrik, zu besuchen. 80 Jahre wurde Torf abgebaut und zu Torfmull und Spezialerden weiterverarbeitet, bevor 1998 der Betrieb eingestellt wurde und das Ganze als Museum erhalten blieb. Vom Beobachtungsturm, der ein Stück weiter hinten im Naturschutzgebiet bestiegen werden kann, geniesst man eine einmalige Aussicht und kann den Blick aus der Vogelperspektive erleben. Einige Storchenfamilien sind dort angesiedelt.

Auch am Sonntag war es etwas gewitterhaft. Doch der früher angesetzte Apéro mit feinen Pizzas vom Club spendiert und der gemeinsame Einsatz bei einem Storen, half doch schlimmeres zu verhüten.

Auch das Städtli Altstätten ist sehr schön zum Anschauen. Wir hatten sogar mega Glück: wir sassen gemütlich im Restaurant, als es einen Platzregen gab, danach konnten wir wieder ohne Schirm am Bach entlanglaufen. Im 2014 gab es da ein Hochwasser und das angrenzende Kloster wurde unterspühlt und der ganze Vorrat im Keller vernichtet. Davon haben wir nichts gespürt und sind heil im Womi angekommen.

Natürlich wurde wieder wacker Petanque gespielt. Unser Hansjörg wird immer besser er übt heimlich.

Ganz lange Tischreihen gabs beim gemütlichen Zusammensitzen.

Jetzt hoffen wir doch, dass unser Präsi und Esti sich von der Grippe erholt und sie ihre Stimmen wieder zurückerhalten haben. Auch für Helmuth hoffen wir, dass er sich von seinem 100% Einsatz rund ums Treffen Altstätten auch erholt hat und sich wieder um seinen von den Nachbarsziegen abgefressenen Garten kümmern konnte!!

Hoffentlich geht’s Viola und Jonas wieder gut. Ob er von den Käferli, welche ihn im Hotel besucht haben doch was zurückgeblieben ist? Nein,nur Spass…

Alles hat perfekt geklappt. Allen vielen lieben Dank fürs mithelfen. Wir sind doch eine tolle Bande.

Nach dem Treffen haben sich alle 33 Camper wieder in der Schweiz, Liechtenstein und Deutschland verstreut.

Lilly Knupp